Programm

Mit den im Frühjahr 2013 entstandenen Film- bzw. Videoarbeiten setzen die Autorinnen die Frage nach der Definitionsmacht des Kamerablickes in Analogie zu der im postkolonialen Diskurs eingeforderten Umkehrung des hegemonialen Blicks. Wie konstituiert sich ein Bild, das die in den Verhältnissen zwischen Kamera, Objekt und Betrachter eingeschriebenen hierarchischen Zuschreibungen aufzuheben vermag und ein Bezugsfeld konstruiert, in dem diese drei Ebenen in einen gleichberechtigten Diskurs treten können? Folglich wird der Begriff des Postkolonialen hier so weit gefaßt, als es den Autorinnen ermöglicht ihn mit ihrer Person und Lebenserfahrung in einen unmittelbaren Zusammenhang zu stellen. Das Screening stellt die apparativen und performativen Aspekte in den Vordergrund und kontextualisiert die Arbeiten in einer Auswahl von Referenzmaterialien.