On Trading. Fashion, Styles and Postcolonial Film

2013
7 min, HD Video, gedreht auf 16mm / Color / 1:1.33

Protagonist_Innen: Johannes Gojo, Maiken Domenica Kloser, Geo
Korrespondentin: Parveen Dhali
Kamera: Caroline Bobek
Sounds: Maiken Domenica Kloser und Geo
 
Found Footage aus:
Jute (UK, 1926), British Film Insitute
Musik von Syed Shabab / Ali Arzoo aus: Bostrobalikara (Bangladesh, 2007, Regie: Tanvir Mokammel)

Ein Aufenthalt in Bangladesch, ein Kolonialfilm aus den 20er Jahren, der die Juteherstellung in Kalkutta aus der Sicht der Kolonialmacht England zeigt, ein Telefongespräch mit einer Freundin aus Dhaka, die über die aktuellen Ereignisse nach dem tragischen Fabrikseinsturz im Mai 2013 berichtet und mehrere übervolle Kleiderkästen in Wien gaben Anlass zu diesem Film.

Maiken Domenica Kloser hatte vor einem Jahr die Möglichkeit in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesh in einer Agentur zu arbeiten, die zwischen europäischem Auftraggebern und Textilproduktionsbetrieben in Bangladesch vermitteln. In der Zeit ihres Aufenthalts konnte sie mehrfach Textilproduktionsbetriebe aufsuchen und über die dort vorhandenen  Arbeitsbedingungen recherchieren.
Die Sprechsequenzen, die im zweiten Teil des Filmes vorkommen, wurden im Zuge eines Skypegesprächs mit Parveen Dhali einige Tage nach dem Einsturz der Textilfabrik im Mai 2013 geführt. Bei dem Fabrikseinsturz kamen mehr als 1000 Menschen ums Leben.
Parveen Dhali ist aus Bangladesh, Maiken Domenica Kloser lernte sie während ihres Aufenthalts in Dhaka kennen. Sie arbeitete ebenfalls in dieser Agentur.
Zwischen den Sprechsequenzen wurden Audiofragmente von Aufräumarbeiten nach dem Einsturz der Fabrik gestalterisch eingesetzt.
In den Sequenzen berichtet sie über die aktuellen Ereignisse in Dhaka und die Reaktion der Bevölkerung auf den Fabrikseinsturz. Auch spricht sie über die Verantwortung, die europäische bzw. amerikanische Firmen gegenüber der Bevölkerung in Bangladesch haben.

Vom Kolonialfilm „Jute“ aus den Jahr 1923 ist ein kurzer Teil zu Beginn des Filmes zu sehen. Die Schriftbilder wurden ebenfalls diesem Film entnommen. Er zeigt die Juteverarbeitung in Kalkutta, aus der Sicht der Kolonialmacht England. Im Film sind Szenen zu sehen, die in der heutigen Zeit noch in fast der selben Art und Weise existieren.
Die Filmmusik, die für diese Anfangsszene verwendet wurde, stammt aus dem Film Bostrobalikara (Garment Girls of Bangladesh) von Tanvir Mokammel. In diesem Film wird die derzeitige Situation von TextilarbeiterInnen beschrieben. Der Filmemacher Tanvir Mokammel stammt selbst aus Bangaldesch.
Die Gegenwartsszene, die in Wien gedreht wurde, zeigt die drei ProtagonistInnen beim Versuch, ihren gesamten Kleiderkasten anzuziehen. Die Szene soll auf den übermäßigen Konsum von Kleidung verweisen.

Der Film von Geo und Maiken Domenica Kloser ist ein Pool aus teilweise gefundenen Szenen, die aus der Vergangenheit stammen, aber auch Szenen aus dem Jetzt, die miteinander in Verbindung gebracht wurden. Sie stehen alle in einem kolonialen bzw. postkolonialen Verhältnis zueinander und weisen dadurch einen gewissen Zusammenhang untereinander auf.
Durch den Zusammenschnitt der einzelnen Film- und Soundsequenzen in Verbindung mit der Gegenwartsszene in Wien werden die Aussagen der einzelnen Teile neu konnotiert.

Hub

Jute

Titaghur Jute company

UK, 1923

 jute

source: http://www.colonialfilm.org.uk/node/28
BFI – British Film Institue

 
Running Time: 31 minutes
Film Gauge (Format): 35mm Film
Colour: Black/White
Sound: Silent
Footage: 1882 ft

Kurztext: The film show the day to day running of the Titaghur Jute company, which is in Bengal on the banks of the river Hooghly. Opening shot 360 degree pan of industrial buildings. 7000 Indian workers are employed, mostly women and children. There parks for the children to play. We follow the process from jute to cloth women working at looms in the factory (very dark), shots of power plant. Schools and workers accommodations. Shots of trains and boats, loading.
more on: http://www.colonialfilm.org.uk/node/28

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 30. April 2013 um 05:17 | Permanent-Link

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