NOVA GORICA – ALEXANDRIA | migrationsbewegungen aus der peripherie

 

 

Slovenische Frauen am Nil

Prvacina in der Nähe von Nova Gorica

Aleksandrinke

Im Zuge der Errichtung des Suezkanals durch österreichische Planer und Unternehmer hatte sich eine Arbeitsmigrations-Route slowenischer Bauarbeiter aus dem Hinterland des damals österreichischen Triest (das ja die treibende Kraft für den Kanal war) etabliert. Diese wurde auf Grund des Arbeitsmangels in der Region bald darauf ergänzt, indem Frauen in den Dienst als Pflegepersonal oder Ammen nach Ägypten migrierten. Während des Faschismus in Italien (1922-43/45) kamen politische Verfolgung und die systematische Benachteiligung der slowenischen Minderheit als Gründe für die Auswanderung hinzu. Diese Migrationsbewegung hielt bis  in die Nachkriegzeit an. Die Frauen, die meist für Familien der englischen Kolonialherren und der ägyptischen Oberschicht arbeiteten, werden “Aleksandrinke” genannt.
 
> Film von Metod Pevec, 2011
vimeo link: https://vimeo.com/39661775
password: aleksandrinke
(bitte dieses link nicht weiterleiten!)
 
> Ausstellung in Prvačina
http://www.aleksandrinke.si/eng/