DER WANDEL DER ALLTAGS- UND FESTKULTUR NIEDERÖSTERREICHISCHER BÄUERINNEN – Claudia Liedtke

DER WANDEL DER ALLTAGS- UND FESTKULTUR NIEDERÖSTERREICHISCHER BÄUERINNEN

Claudia Liedtke

Da ich seit 2011 den kleinen Ort Schwarzenberg in Niederösterreich als 2. Wohnsitz gewählt habe, interessiert mich die Geschichte des sozialen Gefüges im Ort.

Dies bezieht sich vor allem auf die Rolle der Frau. Was ist das Tätigkeitsfeld der Frauen? Wie war es z.B. im 2. Weltkrieg, wo viele Männer lange fort waren, krank oder gar nicht wieder kehrten und welche bleibenden Veränderungen hat es dadurch gegeben? Welche Ereignisse oder Umstände haben einen Wandel bewirkt? Wie werden die Frauen von der Öffentlichkeit gesehen? Was ist Öffentlichkeit in einem kleinen Dorf? Welche Rolle spielen dafür Feste und Bräuche? Wie haben die Frauen sich bei Festen gekleidet? Was drückt sich darin aus in Bezug auf das emanzipatorische Selbstverständnis.

In meinem Projekt befasse ich mich mit einigen Kleidungsstücken, die ich im „Museum am Bauernhof“ in Schwarzenberg ausgewählt habe.

Anhand dieser Kleidungsstücke, durch Gespräche und Interviews mit Bewohnern des Dorfes und durch eine persönliche, zeichnerische Auseinandersetzung mit dem Thema, versuche ich, Strukturen der Ortsentwicklung für mich fassbar zu machen und dabei gleichzeitig meine eigene Position im Ort bestimmen zu können.

Kohlezeichnung auf Packpapier, ca. 1×1,8m
Close-ups aus Projekt-Mapping